Sightcity 2026 - Digitale Teilhabe ohne Preisschild: Rainer Brell über NVDA nachhaltig
Wer als blinder oder sehbehinderter Mensch Windows nutzt, kommt ohne Screenreader nicht weit. Diese Software liest Bildschirminhalte aus und gibt sie als Sprache oder Braille-Ausgabe weiter. NVDA, die Open-Source-Alternative aus Australien, hat gegenüber JAWS in den letzten Jahren erheblich aufgeholt und ist kostenlos, portabel und auf älterer Hardware lauffähig. Was teils noch fehlt ist eine breitere Verankerung in Deutschland, bessere Braille-Unterstützung und mehr Know-how bei Anwenderinnen und Anwendern.
Genau hier setzt das Projekt "NVDA nachhaltig" an. Rainer Brell vom Berufsförderungswerk Würzburg erklärt, wie das dreijährige Projekt NVDA gezielt weiterentwickeln und in der Fläche stärken will. Im Gespräch geht es u. a. um neue Add-ons wie das Blackout-Tool zur Demonstration für Sehende, geplante Braille-Zeilentreiber für ältere Geräte, eine Excel-Erweiterung sowie das neue Format HAWAII, in dem erfahrene Anwender ihr Wissen weitergeben.
In weiteren Interviews mit NV Access und Vispero werfen wir unter anderem auch einen Blick auf die künftige Rolle von KI bei Screenreadern und kommende neue Funktionen in JAWS und NVDA.
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