Sightviews - der Podcast rund um Technik für blinde und sehbehinderte Menschen
00:00:01: Der Bayerische
00:00:02: Blinden- und Sehbehindertenbund präsentiert.
00:00:08: Der Podcast rund um Technik und Hilfsmittel, die Interviews zur SideCity.
00:00:24: Und im dritten Teil unseres Interviews sprechen wir über die eigene Software von Dregalinat.
00:00:30: Es geht um künstliche Intelligenz in diesen eigenen Programmen, Wir erfahren etwas über das neue Programm Quick Notes und Überneuerungen bei DL Kalender.
00:00:41: Zunächst habe ich Hans-Jörg Linnert gefragt ob Künstlicheintelligenz schon in die eigenen Produkte Einzug gehalten hat?
00:00:48: Ja!
00:00:48: Wir haben in etliche unsere Produkte KI-Komponenten eingebaut und zwar, also KI wird ja von ganz vielen Menschen benutzt.
00:01:00: Wobei man es sagen muss mit KI meinen die Leute heutzutage LLMs.
00:01:06: das sind diese großen Sprachmodelle.
00:01:08: jetzt gibt's aber noch ganz andere Arten von KI.
00:01:12: Es gibt die agentische KI dann gibt es die Embodied AI.
00:01:17: ich hatte kurz vor ein paar Wochen Den Professor Michael Schwertl im Talerbeform, KI-Experte.
00:01:24: Und der schreibt ein Gartenbuch über Embodded AI.
00:01:26: Das ist praktisch mehr so Roboter und also Sachen die man anfassen kann.
00:01:32: Heute redet man eigentlich hauptsächlich über diese LLMs... ...und da benutzen die Leute halt sowas wie Anthropic oder... ...Leschaf und Mistral.
00:01:43: Was ja dann offenbar zum Problem ist am Arbeitsplatz?
00:01:45: Weil irgendwelche Daten irgendwo in den Abfließen und dann der Datenschutzbeauftragte nicht so begeistert ist!
00:01:50: In der Firma kannst du das überhaupt nicht machen, null.
00:01:53: Also viele Firmen sperren das auch?
00:01:55: Du kommst gar nicht raus!
00:01:57: Das ist ja ein Riesenproblem.
00:01:59: Einmal fragt er einer Ja wir haben hier eine Dame die kann gut gucken aber die kann schlecht hören besuchenden Systemen, dass sie telefonieren kann und was die Gegenseite sagt soll halt den Schrift dargestellt werden.
00:02:11: Und da hatten wir damals schon angefangen etwas zu bauen also so einen Transkriptionssystem.
00:02:20: Irgendwann sagte dann unser Ansprecher, ja wir haben eine Lösung gefunden.
00:02:23: Ja okay da hatten sie was.
00:02:25: aber wir sind da dran geblieben und was wir gemacht haben.
00:02:28: also wir haben sogenannte LLMs.
00:02:31: diese large language Models haben wir auf dem Server installiert hier bei uns im Netzwerk.
00:02:36: das Server steht zwei drei Meter von mir entfernt und können verschiedene Modelle drauf geladen werden Und da kann man die halt benutzen, um zum Beispiel also das erste was er gemacht hat den Diktieren.
00:02:50: Also egal wo du bist, man kann sagen mal alt gr drücken dann hört man ein Sound und dann kann man einfach diktieren und es wird dann über KI in Text umgesetzt und diese Funktionalität haben wir aufgebohrt.
00:03:05: Das ging eigentlich los mit korrigieren.
00:03:08: ich habe einen Text und will dann einfach korrigieren, also Tippfehler sollen raus.
00:03:13: Also ich fiel nicht durch den Text Wort zu Wort sondern soll einfach zack die Tippfehle raus.
00:03:19: Dann kamen Diktieren, dann kamen Übersetzen, dann E-Mail Adressen aus Outlookmails rausziehen, dann Kontaktdaten aus Mails, also man wegen des Schreibt jemand.
00:03:33: Dann ist unten die Signatur.
00:03:35: da haben wir jetzt eine Funktion.
00:03:36: der zieht dann alles raus mein wegen Christian Stahlberg und an der Straße in Hausnummer und Alles.
00:03:41: Und jetzt im nächsten Schritt kommt eine Function rein das die Adresse ja automatisch eingetragen wird den in unseren Fachanwendungen wie zum Beispiel Kontaktmanager und so.
00:03:50: Na dann gibt's ne Funktion Transkribieren.
00:03:54: doch alle Funktionen ist noch richtig cool und zwar Wir verbinden gerade das easy task mit solchen Modellen, so dass der dann mein Ding hingehen kann.
00:04:03: Kannst du sagen wie mache ich in Jaws die Sprache schneller?
00:04:08: Wie wechsle ich in NVA oder ja die Stimme und so weiter?
00:04:12: also kannst einfach fragen Und das Modell antwortet ihr dann.
00:04:18: und weil das eben alles sicher sein soll läuft es halt nicht irgendwo bei Chatchi PT Oder beim Microsoft Azure irgendwo sondern es läuft halt an.
00:04:27: Das ist halt unsere Idee.
00:04:28: Wir wollen das zum Beispiel der Polizei oder den Polizeien anbieten und die haben dann ein Server selbst, also entweder die kriegen von uns wirklich einen physischen Server, geht auch, oder die haben mal eigene Server wie Romer physisch oder soft vermessig wie Roma.
00:04:46: da wird dem.
00:04:46: da installieren wir halt da die large language Models Und dann können die Leute bei dieser Polizei in diese Institutionen sind, sie können dann einfach sagen Ja, wie mache ich mit super?
00:04:58: Wo war die Schrift größer?
00:04:59: Aber es
00:05:00: setzt sich ja voraus anscheinend dass man dann schon mehrere Arbeitsplätze in der Behörde am besten braucht.
00:05:04: Mit dem man das dann nutzen kann für einen einzelnen Arbeitsplatz wird sich wahrscheinlich nicht lohnen.
00:05:07: beziehungsweise klingt jetzt auch so als ob man das halt doch nochmal extra eine Komponente für Easy Task braucht.
00:05:13: oder ist es jetzt standardmäßig dabei?
00:05:15: Es ist nicht standardmäßig mit dabei und zwar deswegen, weil so ein LLM das können ein paar Gigabyte allein an Plattenkapazität sein.
00:05:25: Dann an Rechner Kapazität.
00:05:26: also wir haben hier einen Server mit einer speziellen Grafikkarte usw.
00:05:30: Also die Frage wann es sich lohnt?
00:05:32: Ist eigentlich immer um Geld.
00:05:35: sinnvollerweise muss ich dazu sagen also stell dir vor du hast irgendwo Einzelarbeitsplatz Und jemand ist er blindert ist noch nicht so ganz fit Und dem fehlen jetzt ständig irgendwelche Funktionen.
00:05:48: Oder ist deswegen in seiner Arbeit nicht effizient, sagen wir mal nicht wettbewerbsfähig?
00:05:54: Dann kann das ja unter Umständen den Arbeitsplatz gefährden oder zumindest das persönliche Befinden beeinflussen.
00:06:00: Wenn du da arbeitest und hast immer das Gefühl ich bin immer der Letzte die anderen sind schneller einfach uncool macht kein Spaß Wenn man jetzt sagen kann, ja gut es wird da eine KI Komponente installiert.
00:06:14: Im äußersten Fall sogar auf dem gleichen Rechner.
00:06:17: also wenn man einen normalen PC baut eine spezielle Grafikkarte rein dann kann das Modell auf dem Rechne laufen und dann kostet das halt.
00:06:28: was aber dafür ist die Effizienz besser und dann kann sich das schon lohnen.
00:06:34: Ja, recht weit verbreitet ist ja auch der DL Exchange Kalender mit dem man zum Beispiel mehrere Kalender sich nebeneinander legen lassen kann und zum Beispiel im freien Besprechungsraum oder freie Besprechungstermin.
00:06:44: Mit anderen Kollegen zu finden.
00:06:46: da scheint es jetzt auch eine Erweiterung zu geben.
00:06:49: also vom Google Kalender habe ich schon gelesen scheint das weiter aufzubohren sage ich mal diese Software?
00:06:55: Ja tatsächlich Also das ging ja los dass wir gesagt hatten wir greifen auf die MS Exchange Datenbank zu.
00:07:05: Also die meisten Outlook Anwendungen, diese in Behörden und Firmen laufen, haben immer einen Exchange Server im Hintergrund.
00:07:11: Du kannst aber auch zum Beispiel wenn du privat arbeitest kann es auch sagen ich halte meine Daten nicht lokal sondern auf dem Exchange Server.
00:07:22: Ich weiß jetzt nicht wer das so Server-Zumiete anbietet Aber der Vorteil ist, du kannst am Anfang mehrere Rechner Notebook, PC und was auch immer.
00:07:33: Und die haben alle die gleichen Daten und man kann zum Beispiel auch mit der Familie oder mit Freunden oder so kann man halt dann mit den Terminen halt gemeinsam verwalten ja und dann wie das halt so ist.
00:07:47: Dann kommen wir heute und sagen Ja aber ich benutze Microsoft Exchange gar nicht Ich arbeite mit Google Kalender.
00:07:53: und dann hatten wir ja genau.
00:07:55: also Wir hatten ja einen Auszubildenden Der hat Fachinformatik gemacht Der ist jetzt bei uns fest eingestellt, der sucht irgendeinen Projekt für seine Abschlussarbeit.
00:08:06: Dann haben wir so gesagt ja okay guckt ihr das mal an.
00:08:10: und er hat dann die Anbindung an den Google-Kalender gemacht und jetzt kriegen wir immer wieder Anfragen.
00:08:17: also es hängt damit zusammen dass etliche Behörden eben auch so tendenziell von Microsoft ein bisschen zurückgehen.
00:08:23: ich will nicht sagen umsteigen aber es kommen einfach neue Systeme da rein.
00:08:28: Also LibreOffice zum Beispiel ist ein Begriff oder Open Desk.
00:08:33: Ja, hat eine ganz neue Software scheint ja Quick Notes zu sein.
00:08:36: man findet sich nicht nur noch nicht mal viel auf der Website und was geht es da?
00:08:40: also wie schaut das generell aus?
00:08:42: Und wie kann ich's dann auch im Alltag am Arbeitsplatz nutzen?
00:08:44: für was ist das gut?
00:08:46: Ja, Quick Notes ist ein System mit dem man Daten quasi in so einer Baumstruktur festhalten kann.
00:08:53: Ich gebe dir mal ein Beispiel Wir machen unsere LinkedIn-Posts, die verwalten wir über Quicknotes.
00:08:59: Also kann sich vorstellen, dass man öffnet so ein Quicknote und da kann man jetzt einfach so Este und Untereste anlegen.
00:09:09: Und einen Ast ist zum Beispiel einfach was wir gepostet haben.
00:09:12: das kann man dann aufkleppen.
00:09:14: Dann kommt es ja Jahr zwanzig, sechsundzwanzig dann Januar, Februar, März, April.
00:09:18: dann kannst du mal wegen den April aufklecken Und kannst du sehen, was da im April gepostet ist.
00:09:23: Also man hat einen sehr schnellen Zugriff auf das, was gelaufen ist.
00:09:28: aber Quick Notes wurde ursprünglich entwickelt damit man Überblick über größere Datenmengen hat.
00:09:34: Konkretes Beispiel ich habe ein Word Dokument ziemlich lang ist und ich soll da etwas einfügen.
00:09:39: Mir ist halt schon oft passiert.
00:09:41: Ich hab dann was eingefügt Aber was ich eingefügte war nicht dass Was ich ja einfügen wollte.
00:09:46: also entweder ich haben bedienungsfehler gemacht oder Ich habe auch schon den Fall gehabt, dass ich Steuerung C gedrückt habe und es ist einfach nix in die Zwischenerplatte gekommen.
00:09:59: Und da war noch der alte Inhalt also Long Story Short.
00:10:03: Ich hab mir quasi mein Wortdokument zu schossen.
00:10:06: Hab weitergearbeitet bin den Dokument hin- und hergesprungen nur um dann irgendwann zu merken oh Gott was steht denn hier?
00:10:13: Und er war die Überlegung ein System zu machen wo du quasi einen Baum hast mit Essten und unteresten, dann ganz unten am Ende sind die Blätter.
00:10:22: Die Blätter sind quasi die Zettel.
00:10:24: So ein Zettl kann eine Buchstabe sein oder kann auch hundert Seiten sein, das egal.
00:10:29: Aber typischerweise ist so ein Blatt vielleicht ja einen Absatz oder zwei, drei Absätze.
00:10:34: Das kannst du selbst bestimmen.
00:10:36: Wenn du jetzt in so einem Text unterwegs bist und du fügst was ein, dann kannst du maximal dieses Blatt zerstören.
00:10:43: Du kannst aber nicht das gesamte Dokument zerstören.
00:10:46: So ist QuickNotes entstanden.
00:10:47: Dann hat es sich weiterentwickelt, dass man so Haken hatte, Checkboxen wo man dann sagen kann dieses Blatt soll angehakt sein oder nicht angehagt und das benutzen wir jetzt zum Beispiel für Lernen.
00:11:01: Also nehmen wir mal an du kriegst ein Lerninhalt für Jaws in einem QuickNote, dann hast Du auf der obersten Ebene meinen wie im Grundfunktionen oder dann sowas wie Jaws mit Excel, Jaws bei Browser und Jaws weiß nicht was.
00:11:16: Dann klappst du auf, gehst runter, suchst was du haben willst und wenn du etwas gelernt hast, drückst einfach die Leertaste, dann ist dieses Block quasi markiert.
00:11:25: Man kann sich da auch ein Protokoll rauswerfen lassen so nach dem Motto Was habe ich an welchem Tag gelernt?
00:11:30: Wir machen das ganz gerne für Kostenträger.
00:11:33: Das ist ja bisschen Problem finde in eine blinden Szene, dass die Kostenträger nicht wirklich Kontrolle darüber haben was sie finanzieren und was dann letztlich wirklich ankommt.
00:11:44: Also wenn Kosteträger drei Tage Einweisung finanziert weiß er in der Regel nicht.
00:11:50: Was ist faktisch gelaufen?
00:11:51: Er weiß einfach nur was auf dem Angebot stand.
00:11:54: Und da wollen wir mehr Transparenz schaffen.
00:11:57: Die gucken da sehen der Zahl und entweder Sie glauben es oder Sie glauben das nicht.
00:12:01: Das finde ich suboptimal.
00:12:02: Ich finde man soll Man soll versuchen, wo es geht Transparenz herzustellen.
00:12:07: Also so ist Quick Notes entstanden und das entwickelt sich weiter.
00:12:11: Wohin das Ganze noch geht?
00:12:13: Das kann ich nicht sagen!
00:12:15: Man kann zum Beispiel Sprachaufzeichnungen machen.
00:12:19: Transkriptionen sind ein Thema, dass wir eventuell einen Vortrag dann automatisch zerlegen in seine Unterstruktur.
00:12:28: Also das entwickelt
00:12:29: alles.
00:12:34: Der Podcast rund um Technik- und Hilfsmittel Von und mit Christian Stahlberg.
00:12:40: Weitere Informationen unter www.sideviews.de Ein Angebot des
00:12:48: BBSB.