Sightviews - der Podcast rund um Technik für blinde und sehbehinderte Menschen
00:00:01: Die Koffer von der Side City sind schon lange ausgepackt und ihr habt wochenlang meine Interviews gehört, hoffe ich doch zumindest.
00:00:29: Jetzt kommt noch die Nachbetrachtung!
00:00:31: Wie schon im letzten Jahr aber nicht als eine Mega Folge sondern in drei Teilen.
00:00:36: Ich habe es wirklich versucht, mich kurz zu fassen und alles in eine Episode zu pressen.
00:00:40: Aber die Themen sind so vielfältig!
00:00:43: Und die Ergänzungen so speziell und unterschiedlich... Kurz fassen ist mir nur teilweise gelungen.
00:00:49: Deshalb drei Episoden wobei ihr dann natürlich auch wieder mittels Kapitelmarkens zu den euch interessierenden Kapiteln springt.
00:00:58: Und warum solltet Ihr Euch das jetzt noch überhaupt anhören?
00:01:01: Wo Ihr die Interviews doch schon kennt?
00:01:03: Weil ich mich in den Interviews stets zurückgehalten habe Da ließ ich lieber die Firmen und Produkte sprechen.
00:01:10: Heute packe ich nun meine eigene Meinung aus, stelle Produkte nebeneinander wie in Interviews nie miteinander verglichen worden sind und räume auf mit dem ein oder anderen was sich erst später herausgestellt hat!
00:01:27: Damit ihr alles schnell finden könnt, auch mittels Kapitelmarken und so weiter.
00:01:30: Hier noch ein Gesamtinhaltsverzeichnis.
00:01:33: Erstens sind also die allgemeinen Trends.
00:01:35: Dann geht es um Mobilitätshilfen ohne Elektronik.
00:01:38: Elektronische Mobilitäthilfe ist dann der dritte Punkt in der heutigen Episode.
00:01:43: In Episode zwei geht es dann viertens um Brei Lernen und Breischreiben.
00:01:48: Fünftens betrifft den Punkt drei Notizgeräte und Breilzeilen mit den Unterpunkten, fünf Punkt eins allgemeine Trends.
00:01:55: Fünf Punkt zwei breile Notiz Geräte mit offenen Betriebssystemen und fünf Punkt drei Breilzahlen für PC und Smartphone.
00:02:04: Weil es dieses Jahr da so viel Neues gab ist diese Episode dann auch zu Ende und wir kommen zum Teil Drei den ihr ab achtem August online finden werdet.
00:02:13: Hier machen wir noch sechsten Spreiflächen-Displays, siebten Hilfsmittel für den Alltag, achten Lesegeräte mit künstlicher Intelligenz, neunten Hilfsmittel für Siebenerte, zehntens Screenreader, elftens Telefone und zwölftens mein ganz persönliches Fazit zur Sideviewsberichterstattung in diesem Jahr!
00:02:35: Erstens allgemeine Trend auf das SiteCity.
00:02:41: Mir ist generell aufgefallen, dass immer mehr Hilfsmittel eine Hilfsmittelnummer haben und somit also im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkasse gelistet sind.
00:02:51: Der IO White Cane ist jetzt mittendrin auch die Daisy- und Webbox von Sensotec seit dem Jahr zwanzig, wie viele von euch wissen auf die Audiobox von Feelware – so geht das anscheinend weiter!
00:03:04: Für die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitenden in Krankenkassen ist das einerseits vielleicht eine Arbeitshilfe, was da im Hilfsmittelverzeichnung steht.
00:03:12: Das kann dann auch bewilligt werden und die Hilfsmittel erfüllen ja tatsächlich einen gewissen technischen Standard.
00:03:19: aber über die Qualität und den tatsächlichen Nutzen sagt allein der Eintag ins Hilfsmittelzeichen ist natürlich noch lange nichts aus.
00:03:27: Deshalb kann man das vielleicht auch kritisch sehen, dass das Hilfsmittelverzeichnis der GKV jetzt so anscheinend als das Maß der Dinge gilt.
00:03:37: Geräte, die im Hilfsmittelverzeichnis stehen werden außerdem nach meiner Beobachtung oft auch teurer.
00:03:43: Wahrscheinlich wegen der ganzen Zertifizierungsprozesse und so weiter konnte man jetzt schon bei einigen Produkten betrachten – das finde ich auch sehr schade!
00:03:52: Es gibt ja immer noch viele Selbstzahlerinnen und Selbstzahlern.
00:03:55: Ich als Beamter mit Beihilfe- und privater Krankenversicherung kann dadurch aus ein eigenes Lied davon
00:04:00: singen.".
00:04:02: Weitere Trend, künstliche Intelligenz natürlich.
00:04:05: Irgendwas mit KI da denken sich viele IT-Leute etwas aus für Blinde und Siebenatte.
00:04:11: ob sie das dann gut mit blinden und siebenatten Vorhab überhaupt schon mal besprochen haben steht manchmal auf einem anderen Blatt.
00:04:17: positiv auf jeden Fall dass es jetzt auch immer mehr Geräte mit offline KI gibt also einer künstlichen Intelligenze die nicht über das Internet läuft.
00:04:27: Es wohnen ja doch einige Blinde und siebenerte Menschen dann im höheren Alter in einem Heim oder erblinden auch erst später.
00:04:34: Und wollen sich gar nicht groß mit WLAN und so weiter beschäftigen, das ist ein großer Vorteil wenn eben ein Liesegerät zum Beispiel auch Handschriften lesen kann ohne dass es jetzt mit dem Internet verbunden sein muss.
00:04:48: Neue Produkte gibt es einige, da gehen wir drauf ein.
00:04:52: Oftmals sind die sehr teuer.
00:04:54: allerdings gibt auch immer wieder Gegenbeispiele, selbst durch Wischenfeld-Meter zum Beispiel.
00:04:59: ein dieser KI Offline Assistent soll ja am Ende nur fünfhundert Euro kosten.
00:05:04: Schauen wir mal wenn er dann tatsächlich marktreif ist ob dieser Preis auch tatsächlich gehalten werden kann.
00:05:11: Zweitens Mobilität ohne Elektronik.
00:05:14: Hier geht das also zb um Stöcke Zum Beispiel um den IO White Cain, den Stock vom Tobias Stuntebeck.
00:05:21: Eine Weiterentwicklung gab es da ja in dem Sinn jetzt nicht aber er hat angekündigt dass er das mit dem ADAC eine gute Idee findet.
00:05:28: Wenn man also mal irgendwo einen Unfall hat Man weiß nicht so genau warum ist der Stock jetzt kaputt gegangen?
00:05:35: Ist mir da jetzt wirklich jemand draufgestiegen?
00:05:37: Oder habe ich vielleicht auch den Stock ungünstig zwischen die Speichen eines Fahrradfahrers gebracht und bin da jetzt selber schuld Dann stellt er sich vor dass man nicht gleich die Polizei anruft, sondern zum Beispiel den ADAC.
00:05:50: Denn hier haben wir tatsächlich bundesweit ein engmaschliches Netz an Helferinnen und Helfer, die dann mit ihrem Auto vorbeifahren und sich die Situation anschauen könnten!
00:06:01: Ich bin ja ehrlich gesagt ein bisschen skeptisch ob das so der Durchbruchansatz ist, denn ich habe herausgefunden, dass die Wartezeit bis zu einen Gäberengel vom ADAC eintrifft durchschnittlich forty-fünf Minuten betragen soll Wenn es heiß ist oder auch bei extremer Kälte, wenn also viele Autos nicht anspringen dann kann das durchaus sehr viel länger sein die Wartezeit.
00:06:24: Und während ein Autofahrer dessen Auto nicht ansprengt sich vielleicht wenigstens dann nochmal in seine Wohnung setzen kann bis der ADAC da ist oder zumindest ins Auto, in dem man vielleicht auch nicht gerade die Heizung läuft aber wo er zumindest schon mal einen geschützten Raum hat.
00:06:39: können wir als blinde Fußgänger das ja?
00:06:42: Wir müssten dann halt im Zweifelfall an der Kreuzung tatsächlich die drei Viertelstunde Stunde oder wie lang auch immer auf den ADAC warten.
00:06:49: Das kann im Herbst und Winter schon ziemlich unangenehm sein.
00:06:53: Bundesweit hat der ADAC wohl etwa sechstausend Fahrzeuge, hat zumindest die KI behauptet.
00:06:58: ich habe es nicht weiter nach geprüft Und toll wäre es natürlich, wenn die ein Ersatzstock dabei hätten.
00:07:03: Oftmals ist ja der Stock nach solchen Kollisionen dann auch gebrochen.
00:07:07: Aber das kann ich mir nun wiederum auch nicht vorstellen dass man sechstausend ADAC Fahrzeuge mit einem Stock ausstattet.
00:07:13: und selbst wenn dann wäre der IO vielleicht auch nicht so geeignet.
00:07:16: den gibt's ja doch in sehr viel verschiedenen Längen.
00:07:19: als bräuchte der ADAC dann vielleicht eher Teleskop-Stöcke.
00:07:22: und naja ich weiß nicht ob der ADC da wirklich bereit wäre sechstausend Fahrzeige mit einen blinden Stock auszustatten.
00:07:30: Von daher bin ich tatsächlich ziemlich skeptisch, ob das der richtige Ansatz ist.
00:07:35: Spannend bei der Hardware der Blindenstücke war der Rollarball aus den Niederlanden eine Spitze die sich in alle Richtungen dreht und damit schnelles Gehen auch nach vorne ermöglichen soll.
00:07:48: Bei den momentanen Rollspitzen ist es ja so dass man den Stock dadurch leicht von links nach rechts schwenken kann aber nach vornhin schon eine gewisse Bremswirkung hat.
00:07:57: Eine Stockspitze, die sich auch nach vorne drehen kann gibt es schon seit zweiter Jahren.
00:08:02: Nämlich den Pathfinder-Dreihntsechzig von Ambiotec und jetzt eben die Alternative aus den Niederlanden.
00:08:08: Im direkten Vergleich kann man nochmal festhalten Beide Stockspitzten haben vorne eine Tastkugel also ein Ball mit einem Durchmesser von fünf Zentimetern.
00:08:17: Rollar wiegt neunundsiebzig Gramm.
00:08:19: Die Ambiothec Pathfinder Spitze vierundneinzig Gram ist also ein ganzes Stück schwerer.
00:08:26: Der Rollerball soll ein komplett geschlossenes System haben, in das kein Laubsand oder Anderschmutz eindringen können.
00:08:34: Dadurch soll dann sichergestellt werden, dass sich die Spitze auch oft Dauer dreht.
00:08:38: Ambutek setzt dagegen auf einen Stahlager mit selbstreinigender Innenscheibe.
00:08:43: Rollers hat ein eher gedämpftes Geräusch und es soll jetzt auch eine besonders leise Spitze alternativ noch dazu geben.
00:08:52: Das Geräusch des Pathfinder von Ambiotec könnte dagegen lauter sein, müsste man aber einfach am besten mal direkt vergleichen.
00:08:59: Und zur Befestigung während es den Rollerball mit Schraubbefestigungen gibt so dass man ihn auch an einen Kommelstock anschließen kann und auch mit Haken also geeignet für Ambiothek und Zwarovski, so gibt es dem Ambiothek Pathfinder nach wie vor nur mit einem Haken.
00:09:18: Am Stand von AmbioTek konnte man übrigens auch noch einen Teleskopstock sehen und noch ein paar andere, ja ich sag mal Produktstudien zu blinden Stöcken.
00:09:26: Habe ich jetzt nicht extra in ein Interview gepackt denn wenn diese Produkte irgendwann mal tatsächlich auf dem Baitmarkt erscheinen sollten dann kommen die in der Regel ja auch nach Deutschland.
00:09:35: DHV und LHZ vertreiben mir in der Regel das Sortiment von Ambiotek.
00:09:40: Drittens elektronische Mobilitätshilfen.
00:09:44: Diese Hilfsmittel haben unterschiedlichste Funktionen.
00:09:48: Teils sind sie auch in einem Gerät miteinander vereint, aber wir drüben das zum Anfang erst noch mal ein bisschen auf.
00:09:53: Wir haben einerseits Geräte die eine Navigation anbieten also dass führen von A nach B oder auch die Ansage von Straßennamen und Kreuzungen Das Ganze dann auf der Basis von GPS.
00:10:08: Und dann haben wir noch Geräte, die sich eher auf die Hinderniswarnung spezialisieren.
00:10:12: Also die Anzeige ob ein Hinderniss im Weg steht oder alternativ ob der Weg vor einem frei ist.
00:10:19: Außerdem – das wäre vielleicht die dritte Funktionalität – bieten einige der Navigations- und Hindernislanggeräte einen KI Assistenten an, den man unterwegs Fragen stellen kann.
00:10:32: Besprechen wir nun zunächst mal die Lösungen, Da sind natürlich vor allem Apps gemeint, prominent auf der SideCity vertreten.
00:10:42: Weil er das Schweizerische Zentralverband der Blinden mit ihrer App MyWayPro – bin schon sehr gespannt wie dann die neue Oberfläche, die dort angekündigt wurde aussehen wird!
00:10:53: Ashi-Rasee ist ja dieses Gerät aus Japan, dass über Vibrationen am Fuß, am Schuh einen in die Richtung weisen soll….
00:11:02: Ist auch appbasiert und funktioniert Standalone.
00:11:06: nicht Spannend fand ich hier, dass man da jetzt auch die Kamera nutzen kann um sich auf den letzten Metern nochmal zu vergewissern oder richtig führen zu lassen.
00:11:16: Denn da soll dann ja ein Vergleich der bei Google Street View gespeicherten Bilder mit der aktuellen G-Position stattfinden.
00:11:25: wie gut das dann funktioniert Ob das jetzt auch funktioniert, wenn das Street View Auto die Bilder gemacht hat als die Sonne geschehen hat und wenn ich da jetzt gerade im Regensturm unterwegs bin.
00:11:34: Ob es dann noch genügend Anhaltspunkte findet um mich dann korrekt zu leiten ist die Frage.
00:11:40: aber den Ansatz finde ich spannend.
00:11:42: Wird man aber auch noch abwarten müssen bis Agirase dann mal in Deutschland erhältlich ist?
00:11:47: In beiden Jahren haben sie schon mehrfach eine Firma genannt ohne dass die Firma das Gerät hier in Deutschland tatsächlich aufgenommen hätte.
00:11:55: Ich bin mal gespannt!
00:11:57: VoiceVista wurde auch in einem Interview erwähnt, das ist eine App mit der man die Entfernung von Punkten über Kopfhörer im Stereo Bild hören kann.
00:12:07: Also man weiß dann ob man sich dem Ziel annähert oder ob es zum Beispiel links oder rechts von einem befindet.
00:12:14: In dem Interview, wo es eigentlich um iPhones ging wurde angedeutet dass der Liedersensor den es ja nur im iPhone Pro gibt auch für Apps wie Voice Vista sinnvoll sein könnte.
00:12:27: Das stimmt allerdings nicht so ganz, denn VoiceVista nutzt ausschließlich GPS den Kompass und Bewegung sowie Beschleunigungssensoren.
00:12:36: Mit LIDAR also dem integrierten Lasersensor wird dort nix gemacht.
00:12:40: LIDA kann auch Objekte nur in einer Entfernung von bis zu fünf Metern messen – das ist für eine Navigation auf der Straße viel zu kurz!
00:12:50: Abgesehen von einer möglichen Hinderniswarnung gibt es in Navigations-Apps also keinen Einsatzbereich für LIDAR Sensoren.
00:12:58: Also nochmal zusammengefasst, wenn ihr VoiceVista oder andere Navigation Apps nutzt dann braucht ihr nicht unbedingt ein iPhone Pro zumindest wegen dem LIDARSensor.
00:13:08: der hat keinen Einfluss auf euer Navigationales Ergebnis.
00:13:12: Ein iPhone Pro mit Lieder kann aber sinnvoll sein, wenn ihr zum Beispiel die Voice Over Live Erkennung nutzt um Objekte zu finden.
00:13:20: Hier soll sich die Genauigkeit mit dem Laser Sensor tatsächlich durchaus erhöhen!
00:13:26: Kommen wir noch zu Navigationslösungen.
00:13:28: Abseits der Apps, reine Navigrationsgerät gibt es ja kaum noch aber den Stellar Track natürlich.
00:13:34: Den können wir hier erwähnen.
00:13:35: da gab's vor zwei drei Jahren einen richtigen Hype um dieses Gerät von Humanware ein Gerät das einen Offline von A nach B navigiert und unterwegs auch die Straßen und Kreuzungen sehr schön ansagt.
00:13:49: Inzwischen ist es relativ still geworden um den Stellar Track finde ich.
00:13:52: Humanware scheint nun alle Energie in das mehrzeitige Braille Display Monarch oder auch das Brainode Evolve, den Braillebaptop zu investieren.
00:14:02: Auch die Umstellung der Daisy Player von CD weg auf irgendein anderes Medium bindet vermutlich Personal und somit sieht es fast so aus als ob der Stellar track in letzter Zeit ein bisschen hinten runter gefallen ist.
00:14:14: Es gab schon längere Zeit wohl auch kein Update mehr hat mir Nutzer berichtet finde ich ein bisschen schade, denn der Victor Reader Track war ja durchaus sehr beliebt und auch wenn man in die Geschichte zurückgeht.
00:14:26: Trecker
00:14:26: usw.,
00:14:27: Navigationsprodukte begleiten Humanware nun schon seit über zwanzig Jahren und das ist schon eine kleine Tradition.
00:14:35: Problem bei dem Steadartrack und allen anderen Offline-Navigationsgeräten dürfte aber eben noch sein dass es kaum noch Anbieter gibt, die Offline Karten anbieten.
00:14:47: Fast alle, egal ob Naftec oder OpenStreetMap usw.
00:14:51: brauchen ja das Internet um auf sie zugreifen zu können.
00:14:56: Kommen wir nun zur nächsten Kategorie und zwar die Hindernis-Warnung bzw Anzeige eines freien Wegs.
00:15:03: also gehen wir ein bisschen weg von der Navigation von A nach B sondern schauen uns eher die Sicherheit des Weges an.
00:15:10: In diesem Bereich tut sich aus meiner Sicht auch am meisten.
00:15:13: mir fällt hier auf, dass es bei der Hinderniswarnung in technischer Hinsicht anscheinend zwei Ansätze gibt.
00:15:19: Einmal gibt es Lösungen die auf Kameratechnik basieren – das ist zum Beispiel beim Dot-Lumen aus Rumänien oder auch bei Cup X von Cups ist der Fall!
00:15:29: Oder die zweite Möglichkeit man verbaut keine Kamera sondern Ultraschall-, Infrarot-, Lidar- oder Radarsensoren.
00:15:37: All diese Technologien kommen inzwischen in Hindernis-Wahngeräten zum Einsatz.
00:15:42: Haprik, Fledermaus, iPass oder auch Tami – das sind so einige Produktnamen die auch dieses Jahr wieder auf der SideCity oder was Tami angeht im Interview von der Side City twenty-fünfundzwanzig gefallen sind.
00:15:56: Vorteile bei den Nichtkammerer Geräten ist auf jeden Fall dass man ein leichteres Gerät bauen kann weil diese Sensoren eben leichter sind als hochauflösende Kameras.
00:16:06: Auch brauchen sie weniger Strom als Kameras, dadurch kann der Akku kleiner sein.
00:16:12: Die Laufzeit ist trotzdem sehr lang und Ultraschall-Lieder
00:16:16: usw.,
00:16:17: die haben auch in der Dunkelheit abends und nachts kein Problem.
00:16:21: Auch Glas ist erkennbar – da kann ja eine Kamera vielleicht schon mal drüber hinweg schauen.
00:16:26: aber wenn man Wellenaussende zum Beispiel bei Ultrashall dann wird eben auch eine Glasscheibe erkannt.
00:16:32: Häufig sind Ultraschall, Laser, Lieder und sonstige Sensoren auch günstiger als eine Kamera.
00:16:38: Das schlägt sich dann auch im Endpreis nieder!
00:16:41: Für Ultrashall, Infrarot & Co.
00:16:43: ist es allerdings oft schwieriger verschiedene Dinge auseinander zu halten.
00:16:48: die machen halt einfach Radau sobald der irgendein Hindernis ist.
00:16:51: Eine Kamera dagegen kann unterscheiden ob da jetzt ein Autoparkt, ein Fahrrad steht einen E-Roller lehnt oder einen Laternenpfahl zum Beispiel im Weg steht.
00:17:01: Sobald mal zu den technischen Möglichkeiten, jetzt gehe ich noch auf einzelne Produkte ein.
00:17:07: Dort Lumen war wirklich sehr beeindruckend!
00:17:09: Das war dieses Gerät voll gepumpt mit Technik dadurch eigentlich auch relativ schwer.
00:17:15: Ich glaube das Gewicht liegt bei neunhundert Gramm klingt ja erstmal nicht so schwer vom Gewicht her aber wenn man das auf dem Kopf hat dann merkt man schon dass es deutlich schwerer ist als eine Sonnenmütze oder irgendeine warme Wollmützel im Winter.
00:17:28: So ein Gerät, das auf dem Kopf passt ist dann auch nicht so schnell verstaut.
00:17:33: Da wäre der Rucksack schon ziemlich voll wenn es da mal nicht braucht.
00:17:37: Abgesehen von diesen Faktoren wie Gewicht und Handlichkeit war ich aber durchaus sehr angetan von der Navigation, hat es sehr schnell funktioniert.
00:17:46: Und es hat sich auch bei Weitem nicht so unangenehm getragen wie das Gerät von Seven Sense – das Super Brain!
00:17:53: Das habe ich im Interview in den letzten Jahren mal vorgestellt und das war auch von der Vibration hier irgendwie ein ganz anderes Gefühl und hat mir nicht so zugesagt muss ich ehrlich sagen.
00:18:03: Cup X von Capsis aus Frankreich ist auch sehr interessant.
00:18:07: Das soll eine nicht auf Hindernisse hinweisen, sondern den freien Weg sozusagen anzeigen das dann über Akustik es in zwei Teilen aufgebaut.
00:18:17: man hat einerseits ne Brille mit dem Kopfhörer und der Kamera.
00:18:21: darin findet auch ein Akku Platz die ja allerdings sehr klein sein kann Denn das, was vor allem Gewicht und letztendlich auch Rechenpower und einen schweren Akku verursacht befindet sich in einer Extra-Box.
00:18:34: Ungefähr so groß wie eine Powerbank – auch nicht mit Kabel verbunden sondern glücklicherweise per Funk.
00:18:39: die kann man dann irgendwo in der Jackentasche oder im Rucksack verstauen.
00:18:43: Finde ich eigentlich wirklich eine sehr intelligente Lösung denn dadurch muss man nicht das ganze Gewicht irgendwie am Kopf unterbringen wie es bei Dort Luhmender Fall ist.
00:18:52: Die Brille kann dadurch einfach sich auf das wesentliche Beschränken nämlich Audioansagen machen und die Umgebung mit der Kamera aufnehmen.
00:19:01: Lösungen in diese Richtung gab es übrigens früher mal noch einige mehr, dass Bypad fällt mir so ein darüber habe ich vor zwei oder drei Jahren mal ausführlich auch im Interview geführt war eine Schweizer Firma mit einem Gerät das man sich auf die Schulter setzen sollte.
00:19:16: Aber was soll ich sagen, Bypad ist auch schon wieder Geschichte.
00:19:19: Da haben die Investoren anscheinend den Geldhahn zugedreht und das Ding wurde nie so richtig hundert Prozent serienreif.
00:19:26: SmartEyes brauchen wir uns nicht mehr groß mitbeschäftigen!
00:19:29: Hatte ich Ende im Jahr zwanzigmal sehr ausführliches Interview ein Start-up aus München dass das iPhone Pro und seine Kamera zur Hinderniswarnung nutzen wollte.
00:19:39: Leider leider auch verschwunden.
00:19:40: Die hatten nämlich eigentlich einen sehr guten Draht zu Community hatte ich so den Eindruck.
00:19:45: Ja, und dann haben wir noch Visionary Steps.
00:19:47: Dieses Jahr auch wieder auf der Side City vertreten.
00:19:50: Die waren also auch schon in dem Jahr im Jahr.
00:19:53: Und man konnte sich mit deren App zu einem Objekt in diesem Fall eine Aufblasbaren Palme führen lassen!
00:20:00: Dieses Jahr auch wieder vor Ort, allerdings war der Stand weitgehend unbesetzt.
00:20:04: Sie haben wohl ein bisschen personelle Engpässe und Umstrukturierungen sind deshalb mit der App noch nicht so weit gekommen wie sie uns im Interview mal versprochen haben.
00:20:15: Ich bin sehr gespannt, wie das dort weitergeht!
00:20:19: Kommen wir noch zur weiteren Kategorie, die ich vorhin angesprochen habe.
00:20:23: Nämlich Hindernis-Warngeräte, die nicht mit Kameratechnik arbeiten.
00:20:28: Hier ist am vielversprechendsten aus meiner Sicht der Ansatz von Hubrick aus München.
00:20:33: das war dieses Stirnband ähnliche Gerät dass dann mit verschiedenen Vibrationen einen auf Hindernisse hinweisen soll und die Gründer haben ja im Interview versprochen, dass sie dank moderner Rechenpower auch unterscheiden können der jetzt vor einem einen Laternpfahl ist oder ob dieser laternen Pfahl vielleicht doch eher ein Baumstamm ist.
00:20:53: Mich hat das ziemlich gewundert, wie sie das allein mit Algorithmen und Ultraschall hinbekommen wollen und auch so war das Interview ja ein bisschen zweideutig denn ich habe immer von Ultraschei gesprochen und erst gegen Ende des Interviews fiel dann auch mal das Wort Lida.
00:21:10: Lida hat man hervorhin schonmal... Das waren diese Lasersensoren, wie man sieht zum Beispiel im iPhone Pro hat.
00:21:15: Naja, ich bin im jeden Fall noch mal nachgegangen.
00:21:17: Ich habe mit der Firma telefoniert und kann jetzt sagen dass also Hubrick nicht auf Ultraschall oder sowas setzt.
00:21:24: in diesem Sternband sind mehrere Lidersensoren verarbeitet.
00:21:28: Lider ist auf jeden fall schneller als Ultrascheinwellen auch genauer und man kann anhand dieser Laserstrahlen dann auch tatsächlich wohl ausrechnen ob das jetzt vor einem Einbaum oder eine Laterne ein Fahrrad oder ein E-Roller.
00:21:45: Wenn ein Gerät sowas weiß, ist das sicherlich nicht verkehrt.
00:21:49: Man hat mir im Telefon auch noch mal versichert dass die Lasersensoren dann zum Beispiel eben auch erkennen ob vor einem jetzt einen Mensch läuft der ungefähr die gleiche Geschwindigkeit hat und mit dem man somit nicht kollidieren wird.
00:22:01: viele Hindernis-Wagengeräte machen dann ja trotzdem Alarm und sagen einfach nur stupide da ist was vor dir halt mal lieber an Was ja da nicht notwendig ist wenn die Person vor einem ging gleicher geschwindigkeit läuft.
00:22:13: Ja, finde ich also vielversprechend und weitaus klüger erstmal als so das eine oder andere Hindernis-Wahngerät.
00:22:20: Wie sich seine Landpraxis trägt und nutzbar ist, das wird es sich noch zeigen!
00:22:25: GoSense mit den Rangoo war auch wieder vertreten und ja das haben wir im Interview schon erwähnt.
00:22:31: Jetzt gibt es auch ein Vertriebspartner.
00:22:33: Technik für alle aus Osnabrück ist jetzt euer Ansprechpartner.
00:22:37: Rango, aus meiner Sicht eine richtige Konkurrenz zum V-Wog Stock, den ja Reiniger im Sortiment hat.
00:22:44: V-Vog hatten wir auch schon mal im Test von Ende twentyfünfundzwanzig.
00:22:49: könnt ihr den Testbericht bei Sideviews noch nachhören.
00:22:53: Toll auf jeden Fall, dass laut dem Interview bei Reinecker sich jetzt die Lautstärke endlich verstellen lässt.
00:22:59: Zwar nur in zwei Stufen aber sehr gut immerhin auch die KI.
00:23:03: Funktionalität hatte damals im Test noch nicht funktioniert ist jetzt aber wohl auch in Deutschland passend lokalisiert und freigeschaltet.
00:23:11: Aus meiner Sicht gehen sowohl V-Walk als auch Rango in eine sehr ähnliche Richtung.
00:23:17: beim V-walk hat man halt die Funktualität direkt im Stockgriff integriert beim Rango schraubt man sich das an den Stock dran.
00:23:24: Wenn ihr es nicht so genau wisst, welches Produkt für euch das richtige ist dann könnt Ihr Rango auf jeden Fall auch ausleihen.
00:23:30: bei Technik für alle Beim V-Wog ist es so dass ihr den entweder über eine Reinecker Vertreter anschauen könnt.
00:23:38: Der kommt also ein zwei Stunden zu Euch nach Hause und lässt Euch mal mit dem Stock laufen.
00:23:42: Ihr könnt auch in einer der vielen Filialen kommen.
00:23:44: Ja in Köln Berlin München usw.
00:23:47: gibt es ja eine.
00:23:48: Oder Reiniker würde euch auch einen VW Walk mal zuschicken.
00:23:53: Allerdings aufgrund der großen Nachfrage und weil das mit dem Rückversand nicht immer so pünktlich bei einigen Nutzerinnen und Nutzern geklappt hat, hat man die Frist jetzt verkürzt – man kann ihn aktuell drei Tage lang nutzen!
00:24:05: Der genaue Testzeitraum wird aber mit euch vorher abgeklärt, sodass ihr dann nicht gerade im Urlaub seid wenn euch der Stock für drei Tage erreicht.
00:24:14: Egal ob ihr V-Walk oder auch Rango testen wollt, wichtig ist in jedem Fall dass ihr ein halbwegs aktuelles Handy habt.
00:24:21: Für Rango reicht übrigens auch das Blindshell Classic III.
00:24:24: dort ist die Rango App nämlich auch zu finden.
00:24:27: Außerdem solltet ihr euer Smartphone bedienen können denn zumindest bei der Ersteinrichtung und so weiter müsstet ihr schon wissen wie eine App installiert und grob bedient.
00:24:37: mein persönliches Fazit Ich denke, wenn man geburtsblind ist, dann sind diese Hindernis-Geräte vielleicht nicht so super spannend.
00:24:45: Ich kenne es zumindest von mir, dass ich Hindernisse inzwischen sehr gut hören kann, wenn da mal eine Werbetafel steht zum Beispiel oder auch Eingänge, Hofdurchwarten
00:24:53: usw.,
00:24:54: alles kein Problem!
00:24:56: Interessant sind solche Geräte vermutlich eher für Menschen, die eben nicht mehr so ganz gut hören.
00:25:01: Die noch nicht so lange mit dem Stock laufen... ...die vielleicht auch sehr häufig in unbekannter Umgebung unterwegs sind und sich da unsicher fühlen.
00:25:10: Ja!
00:25:10: Und bedenken muss man auch die Geh-Geschwindigkeit.
00:25:13: Ganz egal ob ihr Fledermaus Tami, V-Walk Rango oder sonst was nutzt.
00:25:17: Das muss auch zu euch passen Denn es gibt Geräte, die haben eine tendenziell eher kurze Reichweite und wenn man dann sehr schnell läuft ist man also schneller am Hinternis als einem das Gerät das anzeigt oder man darauf reagieren kann.
00:25:30: Und es gibt auch Geräten, die dann doch aus einer sehr weiten Entfernung weiterhaben so dass man auch schneller damit laufen kann.
00:25:37: Da gibts von daher denke ich kaum ne Lösung wo man sagen kann Die passt für jeden.
00:25:41: Also am besten wenn's irgendwie geht all diese Geräter mal selbst ausprobieren Wenn ihr mit sowas liebäugelt.
00:25:48: Noch ein kurzer Blick über den großen Teich oder in die Zukunft, was gibt es noch?
00:25:53: Was kommt noch und das war nicht auf der Side City.
00:25:55: Spannend finde ich hier vor einem Gleit von Glidens.
00:25:59: Das ist ja fast wie so'n kleiner Einkaufs-Roller also zwei Räder und einen Griff Und dann schiebt man dieses Gefährt allerdings vor sich her.
00:26:07: Die Besonderheit ist dass in diesem ganzen Gerät Akku und Sensoren verbaut sind und die beiden Rädern auch fahren und bremsen können.
00:26:16: Das heißt, wenn zum Beispiel das linke Rad bremst dann dreht sich ja das rechte Rad weiter und man macht dann automatisch der Linkskurve und umgekehrt.
00:26:24: Und dieses Gerät soll ein dann also auf Wegen begleiten und einen zum Beispiel um Hindernisse herumfahren finde ich einen sehr interessanten Ansatz, denn egal ob ein Gerät mit Audio, mit Vibration oder mit beidem arbeitet man muss halt erstmal die Information umsetzen.
00:26:40: das da jetzt eine Aktion von mir erforderlich ist und ich zum Beispiel die Richtung ändern muss.
00:26:45: Das fällt bei Gleit dann weg weil das Gerät eben automatisch in die passende Richtung fährt.
00:26:52: Andererseits hat man hier dann immer doch ein Gerät dabei, was ein paar Kilo wiegt und naja mal gucken.
00:26:56: Mal schauen wie sich das alles dann noch weiter entwickeln wird und wann das Gerät auch mal in Deutschland auftaucht.
00:27:03: Momentan machen sie um Europa auf jeden Fall einen großen Bogen habe ich den Eindruck.
00:27:08: weiter als bis auf Side Village London ist die Firma bisher noch nicht gekommen.
00:27:13: Es gibt aber auch einige deutsche Ansätze in diesem Bereich, allerdings eher im universitären Umfeld.
00:27:20: Also Dinge die wahrscheinlich noch eine Weile brauchen bis sie mal marktreif geworden sind!
00:27:29: Das war es fürs erste zum Thema Mobilität und Navigation von der SideCity.
00:27:36: Im Teil zwei geht's dann taktil weiter.
00:27:39: Breil lernen, breilschreiben und das große große Thema Breilnotizgeräte.
00:27:46: von den Geräten mit offenen Betriebssystemen bis zu den Schlangenmodellen für PC, Smartphone und Unterwegs.
00:27:52: Ab fünften August ist dieser Messe-Rückblick Teil zwei online!
00:28:04: Wenn ihr Anmerkungen, Lob oder Kritik habt schreibt mir gerne an siteusatbbsb.org Oder per WhatsApp an die Null ein, sieben, neun fünf eins, zwo vierzwo sechsvier Bis zum zweiten Teil dann Tschüss euer Christian.