Good Vibrations? Die Tami Glasses im Praxistest
Was leisten die Tami Glasses von Lighthouse Tech im Alltag? Mischa Knebel berichtet aus seinem Praxistest für den Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden.
- Funktionsweise und Bedienung: Radar statt Kamera, gerichtete Vibrationen, Nah- und Fernbereich sowie akustische Statusmeldungen und magnetische Ladeanschlüsse.
- Draußen unterwegs: Im Test ließen sich vorbeifahrende Fahrräder, Autos und vorbeigehende Personen in offenen Umgebungen gut wahrnehmen. Auch Glastüren wurden erkannt.
- Relevante Erkennungslücken: Geschlossene Schranken, vorstehende Lkw-Spiegel und offene Ladeklappen blieben im Test unbemerkt. Personen und feste Objekte werden nicht voneinander unterschieden.
- Enge Passagen und Innenräume: Wände und andere Flächen führten zu überlagernden Warnsignalen. Offene Türdurchgänge wurden nicht zuverlässig signalisiert – damit bietet die Brille für diese Anforderung bei Rollatornutzung keine passende Lösung.
- Die App TamiGuide: Kopplung, genauere Akkuanzeige und Reichweiteneinstellungen stehen unbeschrifteten Schaltflächen und mehreren im Test nicht funktionierenden Einstellungen gegenüber.
- Preisangabe im Bericht: unverbindlich 2.000 Euro netto.
Wichtig: Der Bericht schildert persönliche Testerfahrungen. Die Brille ersetzt weder den Blindenstock noch ein Orientierungs- und Mobilitätstraining.
Zum Weiterhören wird auf Teil 1 der SightCity-Nachbetrachtung 2026 mit einem Überblick über elektronische Navigations- und Hinderniswarnsysteme verwiesen.
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